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Montag, 12. Juni 2017

Tipps zum Angeln mit einem Fischfinder

Bootsangler sucht Fisch auf großer Wasserfläche (Quelle: Pixabay)

Die vielen verschiedenen Fischarten, die Möglichkeiten von Fließ- und Stillgewässern, bieten eine Bandbreite an Herausforderung für jeden, der die Rute auswirft. Sei es mit einer Stipp-, Match oder Feederrute, es gibt zahllose Varianten, Fische zu fangen. Doch jeder kennt es, der Mal an einem Gewässer war - Fische sind nicht so leicht zu locken. Liegt es am Futter? Dem Köder? Oder ist einfach das Wetter unpassend?

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, zielgerichtet zu fischen. Das Echolot wird dabei als nützliches Hilfsmittel benannt.

Angeln mit einem Fischfinder

Das Echolot wurde ursprünglich für die Schifffahrt entwickelt und ist auch bei Anglern ein sehr beliebtes technisches Hilfsmittel geworden. Die anfänglichen Wassertiefenmesser wurden weiter entwickelt und sind preislich für Jedermann erschwinglich.

Mit Hilfe eines Echolots kannst Du mehr als nur die Wassertiefe feststellen. Du ermittelst die interessanten „Hotspots“ eines Gewässers, wo sich die Fische tummeln. Auch die Fische selbst kannst Du im Handumdrehen orten. Aus diesem Grund wird das Echolot auch als Fischfinder bezeichnet.

Der einfachste Fischfinder

Das 2D-Gerät zeigt einem die grobe Struktur, Bodenhärte und Bewegung im Wasser an. Nachteilig daran ist, dass man ohne Erfahrung nur schwer erkennen kann, ob es sich um Fische handelt, die dort angezeigt werden. Dadurch bekommt man zwar einen halbwegs ordentlichen Überblick über das aktuelle Gewässer, kann aber stellenweise nichts damit anfangen.

Günstige Echolot-Art

Der Down-Scan DSI scannt das Gebiet direkt unter dem Boot. Diese günstigere Alternative hat einen geringen Erfassungsbereich, hat dafür aber eine plastische Darstellung und eine nahezu perfekte Darstellung des Bodens.

Zwar sieht man Fische nur dann deutlich genug, um sie zuzuordnen, wenn die äußeren Bedingungen stimmen, aber man kann zuverlässig den Boden betrachten. Nachteilig ist zudem, dass man die Bodenhärte nicht auslesen kann.

Für Profis

Endlose Wasserflächen sind ideal für den Einsatz von Fischfindern (Quelle: Pixabay)

Der Side-Scan Sonar bietet eine fotorealistische Darstellung des abgescannten Gebietes. Mit diesem Gerät kann man große Gebiete zuverlässig und in großer Qualität abscannen. Bis zu dreißig Meter in eine Richtung ist der Side-Scan Sonar zum Abtasten von großen Seen geeignet. Letztlich ist es wichtig, was man möchte und welche Gewässer man besucht.

Funktion und Handhabung

Urspünglich kommt die Technik aus der Schiffsfahrt. Mithilfe des Gerätes wird die Tiefe des Gewässers gemessen, auf welchem man sich befindet. Dabei sendet das Gerät Schallimpulse aus, die reflektiert werden, sobald es auf etwas anderes als Wasser trifft. Die Zeit, die vergeht, bestimmt dann die Entfernung zu dem reflektierten Material. Es liegt am Angler, korrekt mit den Bildern umzugehen.

Zuverlässig lassen sich Tiefe und Unregelmäßigkeiten bestimmen. Als Angler kann man so Löcher am Boden feststellen und gezielt dort angeln. Möchte man das Hilfsmittel aber wirklich zur Suche nach Fischen nutzen, muss man die Daten auch richtig deuten.

Praxisbeispiel zum Angeln mit dem Echolot

Man geht davon aus, dass das Gewässer fünf Meter tief ist. Das hat man bereits festgestellt. Das Gewässer hat einen festen Boden und ein Loch in der Mitte. Bei dem ersten Scan hat man keine weiteren Unregelmäßigkeiten festgestellt.

Bei dem zweiten Rundgang bemerkt man, dass an einer Stelle nicht mehr fünf Meter, sondern viele verschiedene Tiefen angezeigt werden – ein deutliches Zeichen auf einen Fischschwarm.

Zehn Meter weiter von der Stelle sieht man eine Tiefe von 4,80 m.

Es könnte ein kleiner Hügel sein, aber auffällig wäre, dass sich diese Tiefe auf eine geringe Breite beschränkt und ungefähr einen Meter lang ist. Das könnte ein Aal sein, der sich dort gerade entlang schlängelt.

Es braucht also ein wenig Übung, um auch beim Echolot angeln wirklich Fische zu finden. Wie genau das Bild ist und wie viel Eigeninterpretation es bedarf, kommt auf das Model an, welches benutzt wird.

Vor- und Nachteile

Der Fischfinder hat klar den Vorteil, dass das langwierige Suchen nach Fischen wegfällt. Ist man mit dem Boot auf einem großen Gewässer, kann man sich schnell orientieren und gezielt an einer Stelle fischen. Auch ist es für den bloßen Gewässerscan hinsichtlich Fischbestand und Fischdichte geeignet.

Für die reine Gewässeranalyse hinsichtlich Tiefe und Bodenhärte erspart es dem Angler das langwierige Ausloten mithilfe der Senkbleie. Denn sowohl bei Wurf- als auch Stippruten ist das eine örtlich begrenzte Bestimmung und beansprucht meist viel Zeit.

Die große Auswahl bietet auch eine ziemliche Bandbreite an Preisen. Von Billigmodellen bis hin zu professionellen Markengeräten gibt es alles. Das macht es schwierig, für sich das passende Modell zu finden. Man sollte vor dem Kauf den Händler seines Vertrauens heranziehen, um das geeignete Modell zu finden. Also ist der Preis und die Anschaffung meist als Nachteil anzusehen.

Des Weiteren gibt es nicht viele bekannte Nachteile. Es gibt in diversen Foren Diskussionen über die Frage, ob Fische durch die Schallwellen und Geräusche verscheucht werden. An Gewässern, wo viel mit solchen Geräten gearbeitet wird, soll das Phänomen auftreten, dass Fische zurückscheuen, sobald ein Boot sich nähert. Belegt ist diese These zurzeit jedoch nicht.

Tipps und Tricks

Hecht steht am Gewässergrund (Quelle: Pixabay)
Beim Kauf eines solchen Gerätes sollte man mit dem Händler sprechen. Das Gerät soll ja auch für die eigenen Bedürfnisse ausgelegt sein. Es muss nicht unbedingt hochseetauglich sein, wenn man nur den Weiher im Nachbardorf inspizieren will.

Der Angler und erfahrene Nutzer kann somit auch aus dem verstecktesten Winkel eines Gewässers Fische finden. Bevor man sich aktiv an ein Gewässer setzt, sollte man sich erst einmal mit dem Umgang des jeweiligen Gerätes vertraut machen.

Bilder richtig auswerten – erst das ermöglicht den Fang! Angeln ist für Anfänger oft nicht leicht. Erfahrungen im Angeln bringen stets Vorteile mit sich. Weiß man beispielsweise, dass Zander eher steinige Regionen bevorzugen, sollte man diese Bereiche aufsuchen, wenn man gezielt auf Zander gehen möchte. In diesem Fall kann man die schlammigen Gründe der Karpfen getrost ignorieren. Ein erfolgreicher Fischfang in Kombination mit einem Fischfinder braucht Übung und Erfahrung, die man reichlich in der Praxis sammeln kann.

Über den Autor
Dies ist ein Gastbeitrag von Peter. Er ist leidenschaftlicher Angler und Betreiber von www.echolot-fischfinder.de. In seinen Artikeln gibt er seinen Erfahrungsschatz aus jahrelanger Tätigkeit im Vorstand des örtlichen Fischereivereins weiter, welcher sich auf das Angeln mit Fischfindern, der richtigen Köderauswahl und der besten Technik rund um´s Angeln bezieht. Mehr über Peter findest du auf seiner Website http://www.echolot-fischfinder.de.

Samstag, 30. Januar 2016

Angeltricks für die Faulenzermethode - Barsch & Zander

Dietmar Isaiasch trinkt keine Cola - er hängt nur seine Bleiköpfe darin ein!

Die Faulenzermethode auf Zander bringt viele Vorteile mit sich. Durch den passiven Führungsstil verleitet ihr die Zander zuverlässig zum Anbiss. Nun möchte ich euch zeigen, was ihr beim Fang großer Zander und Barsche beachten solltet. Außerdem soll es in diesem Beitrag um eine Vermutung gehen, die ich seit einem Vortrag von Dietmar Isaiasch aufgestellt habe!

Mögen kapitale Barsche und Zander kein glitzerndes Blei?
Vortrag von Dietmar auf der AngelWelt 2015

Warum die kapitalen Räuber keine glitzernden Bleiköpfe oder Drop Shot Bleie mögen und die kleineren Artgenossen darauf abfahren, lässt sich schwer beurteilen. Vermutlich führt die matte Korrosionsschicht zu einer Art Unbedenklichkeitswahrnehmung bei den Fischen. Fakt ist jedoch, dass die großen Räuber kein funkelndes Blei mögen. Als ich im November 2015 auf der AngelWelt in Berlin war, hörte ich mir einen Vortrag von Dietmar Isaiasch an. Interessant war die These, dass kapitale Fische das Blinken nicht mögen. Dabei war es doch genau dieser zusätzliche Reiz, der in vielen Glitzermaterialien und Blechködern eine zusätzliche Rolle spielen sollte? Was ist schon ein Blinker ohne typisches Blinken?

Matte Drop Shot Montage passiv führen!
Bleiköpfe vor dem Säurebad

Beim Streamerfischen und Blinkern bissen die Barsche besonders häufig, wenn ich viel Glitzermaterial verbaut hatte. Liegt es also wirklich am Glitzereffekt? Man könnte auch vermuten, dass die  kapitalen Fische irgendwie wittern, dass Blei toxisch wirkt. Besonders die älteren Räuber nutzen diese Überlebensstrategien. Unterzieht man den Bleiköpfen einem Säurebad mit Cola, bildet sich eine matte Korrosionsschicht. In Cola sind Phosphorsäure und Kohlensäure vorhanden, die mit Blei zu unlöslichem Bleiphosphat und Bleicarbonat reagieren. Dadurch gehen beim Fischen vermutlich weniger Blei-Ionen in Lösung, was auch unter der Wasseroberfläche für die Fische eine Rolle spielen dürfte. Denn besonders in weicherem Wasser werden permanent Blei-Ionen herausgelöst, auf die erfahrene Großfische sensibel reagieren könnten. 

ACHTUNG: Nicht die Hakenspitze in das Säurebad eintauchen, da sonst die chemische Schärfung angegriffen wird! Die Cola nach dem Bad entsorgen und mit reichlich Wasser nachspülen! Das Glas vor der Benutzung gut ausspülen, Bleiverbindungen sind krebserregend und toxisch! 

Brauchen wir in Zukunft neue Gewichte ohne Blei?
Bleiköpfe mit hohem Bleianteil korrodieren stärker. Fangen sie auch schlechter?

Diese Vermutung könnte die Angelindustrie grundlegend verändern. Wenn Fische dazu in der Lage sind, metallisches Blei durch ihre Sinnesorgane zu wittern, müssten zukünftige Gewichte aus einem vergleichbaren Metall bzw. einer vergleichbaren Legierung gefertigt werden, die weniger toxisch für Lebewesen ist. Hier wären Materialien wie Tungsten interessant, die eine ähnliche oder höhere Dichte besitzen, ebenfalls günstig sind und sich flexibel verbiegen lassen. Oder spezielle Behandlungen wie Säurebäder oder Lackierungen nach dem Ausgießen der Bleie, die einen direkten Wasserkontakt verhindern. Ohnehin haben die Bleikonzentrationen in unseren Gewässern durch die Kohleförderung ein Level erreicht, das zunehmend besorgniserregend erscheint. Am Ende landet das Blei zusammen mit Quecksilber und Mikroplastik nämlich auch auf unseren Tellern, wenn wir beispielsweise einen Zander aus Donau oder Rhein verzehren. Durch die Nahrungskette gelangt das giftige Metall langsam in unseren Körper und reichert sich an. Guten Appetit! 

Donnerstag, 28. Januar 2016

Schneidertag beim Angeln



Es gibt diese Tage im Jahr, da wünscht Man(n) sich, Man(n) hätte nie mit dem Angeln angefangen. Ein Schneidertag ist ein unglaublich frustrierender Angeltag, weil kein einziger Flossenträger anbeißt. Manchmal läuft alles schief und die Nerven liegen blank. Im folgenden Artikel möchte ich euch meinen bisher schlechtesten Schneidertag beim Angeln vorstellen.

Ende des Jahres 2015 erlebte ich einen Angeltag, der so unfassbar schlecht war, dass ich mich sogar etwas schäme, darüber zu schreiben. Es ging zum Zanderangeln an die Havel. Hastig baute ich meine Rute zusammen, an die mein absoluter TOP-Köder montiert war. In liebevoller Handarbeit hatte ich den limitierten Gummiköder am Abend zuvor mit Gummifischkleber von den vielen Zanderbiss-Spuren repariert. Er war total zerfetzt und gehörte zu jenen Ködern, auf die ich schon richtig gute Fische fing. Auf das Ergebnis meiner Bastelarbeit war ich sehr stolz, bis ich zum ersten Wurf ansetzte. Nach wenigen Kurbelumdrehungen folgte der erste Hänger des Tages. Es musste schließlich so kommen ... 

Erster Wurf - erster Hänger - erster Köderverlust! 

Kann man verkraften, wenn ausreichend Tackle am Start ist. Neues Vorfach gebunden und frischen Köder montiert. Tatsächlich konnte ich einige Würfe unbeschwert über die Steinpackungen manövrieren, bis der nächste Hänger folgte. Leine gekappt, wieder neue Montage gebunden. 

Nach drei missglückten Knotenverbindungen hatte ich bei Starkwind und Nieselregen endlich eine sichere Verbindung zwischen Hauptschnur und Vorfach hergestellt. Und was passiert dann? 

Ich lehne die Rute kurz an meine Angeltasche, ein Windstoß kommt und sie kippt um. Die Quantum Smoke, eine sehr gute und sehr teure Spinnrolle landet im feinen Ufersand. Hektisch versuche ich den Sand vom Rollengehäuse zu befreien. Glück gehabt, Sturz mit nur zwei kleinen Kratzern knapp überstanden. Immerhin kein Sand im Getriebe!

Sand etwas auspusten und fertig. Ich will endlich wieder auswerfen und konzentriere mich auf die Köderführung. Aber was wäre ein perfekter Schneidertag ohne passendes Publikum? 

Ich bin vielleicht zehn Minuten am Wasser, schon kommen die ersten Angler und belagern dreist meine Stelle. Ich frage erst gar nicht, warum sie ausgerechnet auf meinen Spot werfen ... 

Ein kleiner Junge möchte mit seinem Vater auf Quappen ansitzen. Offenbar bin ich ihm im Weg und störe sein geplantes Angelerlebnis. Der Junge steht so dicht hinter mir, dass ich kaum auswerfen kann, ohne ihn dabei zu haken. Er hat gewonnen, ich wünsche dem Vater und der kleinen Angelbrut noch einen angenehmen Angeltag und ziehe weiter zum nächsten Spot. Ein paar Würfe später der nächste Hänger. Na immerhin kein Abriss. Mein Lieblingsköder ist noch dran! Langsam wird es schummrig. Die Zander wollen einfach nicht beißen. Vielleicht sind sie weiter gezogen, hinein in die Seen?

Ich weiß es nicht und für heute will ich es auch gar nicht mehr wissen. Ein letzter Wurf noch, dann ist Schluss. Verdammt, immer dieser EINE letzte Wurf. Okay, EINER noch, dann ist aber wirklich Schluss. 

Beim allerallerallerletzten Wurf wickelt sich die geflochtene Schnur unnatürlich von der Rolle. Ich ziehe die gelbe Stroft von der Spule, in stiller Hoffnung, dass bald die verknotete Stelle kommen würde. Aber sie kommt einfach nicht! Warum auch? Ist ja schließlich ein beschissener Schneidertag ...

Einige Wicklungen später ist es endlich geschafft. Doch dieses hübsche Schnürknäuel bekomme ich einfach nicht entwunden. Egal, zum Abschluss eines solchen Schneidertages gehört wohl etwas Schnurverlust. Ich kappe die Leine und gehe zurück zum Auto. 


Ich öffne den Kofferraum und ich ziehe stolz meine dreiteilige Garbolino City Spin auseinander. Jedes Mal bin ich froh, dass ich mir dieses seltene, französische Einzelstück über Umwege beim Fachhändler besorgt habe. Durch die Aussparung am Griff ist die Rute nicht nur ultraleicht, ich spüre auch den feinsten Zupfer. Bevor ich die Rute im Kofferraum verstaue, muss ich das letzte Spitzenteil lösen. 

Merkwürdig, klemmt heute irgendwie. Mit Gewalt sollte man eigentlich nicht an die Sache rangehen. Egal, der Tag war mies und meine Hände sind arschkalt. Ich habe kaum noch Gefühl in meinen Fingerspitzen, es fühlt sich so an, als würden sie gleich absterben. Wenn sich dieses beschissene Spitzenteil nicht sofort löst, drehe ich durch. Eine falsche Bewegung und knack ... 

Der abgebrochene Spitzenring baumelt auf dem Rest meiner Schnur herum. Enttäuscht schieße ich ein abschließendes Erinnerungsbild an den schlechtesten Angeltag meines Lebens und fahre nach Hause ...


Der schlechteste Schneidertag des Jahres hat sich zu einer nervlichen Herausforderung entwickelt. Okay, jetzt steht´s 5:0 für die Fische. Aber ich komme trotzdem wieder. Und dann hole ich zurück, was mir zusteht!

Kommen dir solche Tage ebenfalls bekannt vor? Dann solltest du vielleicht mal einen Blick HIER rauf werfen! ;) 

Dienstag, 19. Januar 2016

Angeln mit dem Tandemspinner



Speziell beim Spinnfischen steht dem Angler eine unüberschaubare Auswahl an Kunstködern gegenüber. Wobbler, Gummifische, Spinner und Blinker sind noch die bekannteren Arten. Aber auch Kombinationen und exotischere Varianten sind inzwischen in fast jedem Angelshop in den Regalen zu finden. In diesem Artikel werden wir einen klassischen Köder in moderner Form - den Tandemspinner - vorstellen.


Was ist ein Tandem-Spinner?

Wobei es sich bei einem Spinner handelt, das ist sicher jedem Angler klar, der gelegentlich mit der Spinnrute auf Raubfische angelt. Wem ein Spinner nicht geläufig ist findet hier Infos dazu. Ein Tandem-Spinner ist eine Variante des Spinners. Ein gewöhnlicher Spinner besitzt ein Spinnerblatt, das um eine Achse rotiert. Ein Tandem-Spinner hingegen hat zwei Spinnerblätter die in gleicher oder unterschiedlicher Richtung rotieren. Häufig haben die beiden Spinnerblätter eine unterschiedliche Größe und Farbe. Durch die unterschiedlichen Größen der Spinnerblätter haben diese eine unterschiedliche Rotationsgeschwindigkeit und rotieren so in unterschiedlichen Frequenzen, was eine größere Lockwirkung auf die Raubfische ausübt.

Einen Tandem-Spinner selber bauen

In den Regalen von fast jedem Angelfachgeschäft sind Tandem-Spinner zu finden, doch ein solcher Tandem-Spinner lässt sich auch sehr einfach selbst herstellen. Dazu verwendet man zwei gewöhnliche Spinner wenn vorhanden in unterschiedlichen Größen. Am größeren Spinner hängt man den Drilling aus und hängt dafür den kleineren Spinner in die Öse ein. Und schon ist der Tandem-Spinner fertig. So kann man mit sehr geringem Aufwand aus seinen alten Spinnern einen sehr attraktiven Tandem-Spinner herstellen. Durch unterschiedliche Farbkombinationen und Größen kann man sehr viele Varianten herstellen und sofort am Wasser testen.  

Angeln mit einem Tandem-Spinner

Mit einem solchen Köder kann man auf jeden Raubfisch angeln. Allerdings sind speziell Raubfische, die größere Köder bevorzugen, wie beispielsweise der Hecht beliebte Zielfische beim Angeln mit dem Tandem-Spinner. Geführt wird dieser Spinner in der Regel in flacheren Gewässerabschnitten, in der Uferzone oder durch Seerosenfelder. Besonders in der Mittagssonne kann der Tandem-Spinner seine volle Leistung unter Beweis stellen und auch kapitale Hechte an den Haken locken.


Noch ein kleiner Tipp zum Schluss:

Ältere Spinner, die die Farbe verloren haben kann man sehr einfach mit einem wasserfesten Stift oder einem Lackstift wie er am Auto verwendet wird bearbeiten. So kann man sehr einfach aus einem alten rostigen Spinnerblatt wieder einen schwarz-rot gestreiften peppigen Köder herstellen.

Gastartikel von Claudia Wartmann

Mittwoch, 22. Juli 2015

SchleienSchreck´s Futterwelt

Neue Futtersorte "Friedfischtraum" von Oliver Weber!
SchleienSchreck´s Futterwelt - Friedfischtraum vom YouTube-Angler Oliver Weber
Ich muss zugeben, dass ich nicht der geborene Friedfischangler bin. Da ich seit Oktober 2014 in Berlin wohne, zieht es mich nur noch äußerst selten hinaus zum Friedfischangeln nach Brandenburg.

Neben Studium und Beruf fehlt mir momentan leider die Zeit, stundenlang am Wasser zu hocken, um auf einen Biss zu warten. Viel lieber stelle ich den Stachelräubern der Hauptstadt aktiv mit Spinnern, Wobblern oder Finesse Rigs nach. Bisher konnte ich schon einige gute Stellen im Bezirk Wedding ausmachen. Ich hätte niemals gedacht, dass die Berliner Gewässer derartig gute Barschbestände aufweisen. Nur 5 Minuten von mir entfernt, schlängelt sich ein Kanal entlang, der unter dem Namen SSK bekannt ist. Diese Abkürzung steht für Spandauer-Schifffahrtskanal. Zwischen Nord- und Westhafen gibt es einige Hot Spots, die ich immer wieder aktiv befische. Zukünftig werde ich euch noch zeigen, worauf es dabei genau ankommt. Denn Streetfishing liegt voll im Trend und wird auch in meinem neuen Angelbuch thematisiert, das im Frühjahr 2016 beim Kosmos-Verlag erscheint! 

In diesem Post soll es jedoch um etwas ganz anderes gehen. Vor kurzem hatte ein Angelfreund von mir, der auch bei YouTube zu finden ist, eine coole Idee. Für die Umsetzung seines Vorhabens nutzte er die Crowdfounding-Plattform Startnext. Gespannt habe ich den Verlauf dieser Kampagne mit dem Titel: "Angelfutter mit Erfolg!" beobachtet und mich daran beteiligt. Ich mag solche Vorhaben! Insbesondere, wenn ersichtlich wird, dass viel Herzblut dahinter steckt. Die Startsumme wurde erreicht und Oliver Weber alias SchleienSchreck, der mittlerweile zu den bekanntesten YouTube-Anglern zählt, konnte seinen Plan mithilfe der Crowd umsetzen. Sein Ziel war es, ein Futter zu kreieren, das sich von herkömmlichen Futtersorten positiv abhebt. 

Außerdem sollten die darin verwendeten Bestandteile frei von Chemikalien sein. Er wollte ein Futter entwickeln, das auf rein biologischer Basis funktioniert und trotzdem eine starke Lockwirkung versprüht. Besonders gut gefällt mir an dieser Idee, dass der Schadstoffeintrag in das Gewässer dadurch erheblich reduziert wird. Ob ihm das tatsächlich gelungen ist, erfahrt ihr hier!

SchleienSchreck´s Futterwelt mit Angaben zur genauen Zusammensetzung

Als ich heute nach Hause kam, lag eine Benachrichtigung von der Post in meinem Briefkasten. Für meine Unterstützung bei Startnext erhielt ich als Belohnung die erste Charge von SchleienSchreck´s Futterwelt mit der netten Bezeichnung "Friedfischtraum". Nach dem Öffnen des Pakets entfaltete sich sofort ein zimtiges Aroma. Ein selbstentworfenes Label kennzeichnete Olivers neue Futtersorte. Auf der Rückseite waren sogar analytische Angaben zur genauen Zusammensetzung zu finden, die offenbar aus einem Labor stammten. Für den Fall, dass man nichts auf dem Bild erkennt, hier ein kurzer Überblick:

Zusammensetzung: Brotmehl, Mais, verschiedene Gewürze, Natriumchlorid

Rohprotein: 13,5 %
Rohfaser: 4,5 %
Rohfett: 3,5 %
Rohasche: 3,7 %

Ein Anschreiben mit persönlicher Widmung enthielt wichtige Informationen zum Einsatz im Winter. Laut Oliver ist es ratsam, das Futter möglichst sparsam einzusetzen, da die Lockwirkung doch recht stark zu sein scheint. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die Partikel extrem fein sind. Optimal für eine aromatische Futterwolke also!

Obwohl ich die Tüte nicht geöffnet hatte, traten sofort die Aromastoffe in den Vordergrund. Es bleibt abzuwarten, ob die Sorte auch im Praxistest überzeugt. Vielleicht bekomme ich Oliver sogar zu einem kleinen Exklusiv-Interview bewegt. Dann werdet ihr eventuell erfahren, welche Besonderheiten beim Herstellungsprozess eine wichtige Rolle spielen und warum der günstige Preis von nur 5,50 Euro für zwei Kilogramm mehr als gerechtfertigt ist!

Wenn es mich demnächst mal wieder raus in die Prärie meiner Brandenburger Seenlandschaft zieht, werde ich das Futter garantiert mal auf Brassen, Plötze, Karpfen und Schleie für euch testen. 

Falls ihr ungeduldig seid und nicht bis zum nächsten Testbericht warten möchtet, könnt ihr das Futter ab sofort unter folgendem Link direkt bei Oli bestellen:


       

Donnerstag, 19. Februar 2015

"Lieblingsköder" für Zander


Eine Auswahl der fängigsten Lieblingsköder 




Guten Tag liebe Anglerinnen und Angler, hier ist Jesko von J&J Fishing. Heute möchte ich euch den sogenannten Lieblingsköder etwas genauer vorstellen.


Oft steht man am Ufer, schaut zum Wasser bzw. zum Himmel und überlegt, welche Köderfarbe Erfolg bringen könnte.

Nachdem man den halben Tag mit der Farbsuche verbracht hat, kommt plötzlich der Biss. Aber im Hinterkopf denkt man darüber nach, ob das wirklich die richtige Farbe war und konzentriert sich dadurch nicht mehr auf das Angeln.

Also hat Jens von der Marke Lieblingsköder lange bei verschiedenen Wetterbedingungen die Gummifische in unterschiedlichen Farben getestet und bekam so die fängigsten Modelle heraus.

Die vier Hauptfarben für den Angeltag sind:

1. "Sunny" für klares Wasser und Sonne

2. "Whisky" für klares Wasser und Wolken

3. "Captain" für trübes Wasser und Sonne

4. "Pinky" für trübes Wasser und Wolken


Wenn man also kurz auf's Wasser und in den Himmel schaut, weiß man sofort, welchen "Lieblingsköder" man am besten benutzen sollte.

Aber auch, wenn man mit keiner dieser vier Farben etwas fängt, hat sich Lieblingsköder etwas Geniales überlegt. An Schneidertagen kommt der Wasabi zum Einsatz: 

Dieser Lieblingsköder ist in der Farbe grün-chartreuse gehalten, besitzt eine starke UV-Aktivität und ist ebenso wie der Pinky ein echter Geheimtipp, den man unbedingt mal ausprobieren sollte.

Jetzt haben wir schon fünf Farben kennengelernt, die wir einsetzen können und von denen wir wissen, wann wir sie am besten verwenden sollten.

Aber ein besonderer Gummifisch für Zander fehlt an dieser Stelle noch!

Wer kennt folgende Situation in den Sommermonaten nicht? 

Man geht vor Einbruch der Dämmerung ans Wasser. Während die Sonne untergeht, scheint die Wasseroberfläche förmlich zu kochen. Genau in diesem Moment kommt nun der sechste Lieblingsköder zum Einsatz.

Der Sheriff ist ein stark UV-aktiver Köder, der auch noch in der Dämmerung und in der Nacht gut für die Zander sichtbar ist.




























Jetzt mal zusammengefasst, warum ich mit dieser Ködermarke gerne Zander verhafte. Da ich weiß, welche Farbe bei welchem Wetter gut fängt, spare ich extrem viel Zeit und kann so viel besser in Ruhe alle Hot-Spots nacheinander abfischen. Hinzu kommt, dass ich ein enormes Vertrauen zu diesen Ködern entwickelt habe und dadurch nicht ständig in Gedanken an die korrekte Gummiwahl bin. So kann ich mich voll und ganz auf´s Angeln  konzentrieren.

Aber auch die Form und Gummimischung des Lieblingsköders liebe ich einfach, denn er hat einen schmalen und langgezogenen Körper. Eigenschaften, die jeden Zander sofort in Verlegenheit bringen.

Die "Lieblingsköder" bestehen aus einem sehr weichen Material, das lebensecht im Wasser spielt, problemlos Bisse verkraftet und sehr gut von den Zandern eingesaugt werden kann. Der Paddelschwanz ist relativ klein gehalten, fängt aber bei der kleinsten Bewegung des Gummifisches sofort an sich verführerisch am Gewässerboden zu bewegen. Sobald ein Zander in der Nähe ist und dieses "Tänzeln" sieht, folgt der Biss! 

Mein persönliches Fazit:

Der Lieblingsköder ist ein durchaus gelungener Gummifisch, der sich auch für Einsteiger sehr gut eignet. Ein großer Pluspunkt geht an die Verpackung, in der die Gummis geliefert werden. Hier sind die Angaben zur geeigneten  Farbauswahl vermerkt.

Trotzdem sollte man sich nicht immer an die Angaben halten, denn oft geht probieren über studieren!

Zanderexperte Jesko von J&J Fishing


Ich fische meine Favoriten mit einem relativ kurzen Jigkopf und einem Stinger, so bleibt der Köder sehr beweglich und lässt sich von den Zandern super einsaugen. Ihr solltet ihn aber immer mit Stahlvorfach fischen, denn auch die Hechte lieben diesen Köder!

Mein absoluter Lieblingsköder von dieser Serie ist der Pinky!

Viele Angler trauen sich an diesen aufreizenden Köder und der dazugehörigen Köderfarbe oft nicht heran, weil er ihnen zu sehr ins Auge sticht. Aber genau das lieben an meinem Hausgewässer die Zander an sehr vielen Tagen. Am Rhein konnte ich mit diesem Gummifisch schon etliche schöne Fische landen.

Einen kleinen Tipp habe ich zum Abschluss aber noch für euch!

Der Lieblingsköder ist in der Größe 12,5 cm ein guter Köder auf Zander, aber in 10 cm auch ein richtig guter Köder auf Barsch.

Ich wünsche euch viel Spaß beim entspannten Antesten und freue mich über viele neue Abonnenten auf meinem YouTube-Kanal!

Euer Jesko von J&J Fishing

Freitag, 12. Dezember 2014

Angeln für Anfänger

Liebe Anglerinnen und Angler,

Angeln für Anfänger
ich möchte euch mein neues Buch "Angeln für Anfänger" vorstellen. Der Titel beinhaltet alle drei Teile der bereits erfolgreich verlegten Serie "Angeln für Ahnungslose".

Wie ihr vielleicht wisst, habe ich meine bisherigen Angelbücher alle im Selbstverlag veröffentlicht. Dadurch war es möglich, unabhängig von Gatekeepern zu bleiben. Meine Buchreihe "Angeln für Ahnungslose" wurde nun vom KOSMOS-Verlag unter Vertrag genommen. Der erste Titel soll als komplett neu gestaltete Auflage im Frühjahr 2016 erscheinen. Zukünftig wird also meine Energie hauptsächlich in dieses Projekt einfließen.

Da einige Leser den ersten Teil von "Angeln für Ahnungslose" etwas spärlich fanden, habe ich nun eine komplette Zusammenstellung der ersten beiden Titel vorgenommen. Hinzu kommt der fehlende Teil 3, der sich in meinem neuen Werk "Angeln für Anfänger" wiederfindet. Dieser letzte Teil der Serie wird nicht mehr separat erscheinen. Stattdessen findet ihr alle drei Teile zusammenhängend in dem neuen Buch!

Besonders interessant ist die Einbindung von Apps, Blogs, Webseiten, Facebook-Gruppen und YouTube-Kanälen rund um´s Thema Angeln. Außerdem könnt ihr in dem neuen Ratgeber auch viele Rezeptideen von mir finden. Die ersten beiden Teile erschienen ausschließlich im E-Book-Format. Um euch den bestmöglichsten Preis anzubieten, habe ich das neue Standardwerk "Angeln für Anfänger" sowohl im E-Book-Format, wie auch im Druckformat (s/w) herausgegeben. Da sich über 150 teils handgefertigte Illustrationen in dem Buch befinden, musste ich auf schwarz/weiß ausweichen. Nur dadurch bleibt euch ein sehr hoher Verkaufspreis erspart, der sich hauptsächlich aus den Druckkosten zusammensetzt (>50 Euro pro Buch)!!!

Dennoch findet ihr in meinem neuen Standardwerk alles, was man als Anfänger benötigt, um erfolgreich den Einstieg in den Angelsport zu finden. Vorerst wird dieses Buch meine letzte Veröffentlichung bleiben, da ich mich zukünftig auf die Zusammenarbeit mit dem KOSMOS-Verlag konzentrieren werde. Die beiden separaten Titel (Angeln für Ahnungslose: Grundlagen + Angeln für Ahnungslose: Methoden & Techniken) werden auf Wunsch der Verlagsleitung demnächst vom Markt genommen.

Anmerkungen zum neuen Buch können gerne in den Kommentaren gepostet werden. Ich werde mich persönlich um jede einzelne Anfrage von euch kümmern! Gerne könnt ihr mich auch unter der bekannten E-Mail-Adresse anschreiben! Ich freue mich über jede Form von Feedback :)

Für eure Zeit und das Interesse am Angelsport bedanke ich mich recht herzlich! Ohne euch wäre meine Motivation, weiterhin über das Thema "Angeln" zu schreiben schon längst am Ende! Und falls wir uns nicht mehr hören sollten ...bzw. ihr nicht mehr mein Geschreibsel lesen solltet, wünsche ich euch einen guten Rutsch in das kommende Jahr 2015!

Petri Heil & mögen viele dicke Fische im neuen Jahr an eurer Rute zappeln :)

Anbei Backcover + Link zu meinem neuen Buch: "Angeln für Anfänger"


"Angeln für Anfänger" Front- und Backcover der Druckausgabe

Donnerstag, 29. November 2012

Texas Rig Montage auf Barsch


Texas Rig Montage auf Barsch
Carolina Rig / Texas Rig Montage bestehend aus Offset-Haken mit Anköderungshilfe, Texas Rig Gummistopper, Glasperle und Bullet Weigt.

Neben dem Carolina Rig stellt auch das Texas Rig eine äußerst fängige Montage zum Barschangeln dar. Bei einem entsprechenden Vorfach kann man sogar beide Montagen gleichzeitig verwenden. Worauf man dabei achten muss, wird in dem folgenden Artikel näher beschrieben.

Umbau vom Carolina Rig zur Texas Rig Montage
Texas Stopper sind die ideale Lösung für  die gleichzeitige Verwendung von Carolina Rig & Texas Rig. 
Verwendet man anstatt eines kleinen Wirbels, einen Texas Rig Gummistopper, ergeben sich viele Möglichkeiten zum Umbau vom Carolina Rig zum Texas Rig. Dazu zieht man einfach den kleinen Gummistopper auf ein etwas längeres Stück Fluorcarbon. Die Vorfachstärke kann dabei auch 0,40 mm betragen, da Barsche dadurch nicht abgeschreckt werden. Stattdessen erhält man einen guten Schutz vor Hängergefahren und scharfen Hechtzähnen. Nachdem der Texas Rig Stopper auf die Vorfachschnur aufgezogen wurde, folgen Glasperle und Bullet Weight. Die Verwendung von Glasperlen ist unbedingt notwendig, um die verführerischen Klacker-Geräusche zu erzeugen. Bei den Bullet Weights gibt es jedoch Unterschiede. Manche Hersteller bieten statt Stahlgewichte, auch Wolfram (Tungsten) an. Wolfram hat eine höhere Dichte als Stahl und nimmt bei einem geringeren Volumen eine höhere Masse ein. Dadurch kann man kleinere Bullet Weights weiter auswerfen. Ein weiterer Vorteil ist die schnellere Absinkphase des Gewichtes auf den Gewässergrund. Diese Eigenschaft wird beim Carolina Rig und Texas Rig bevorzugt. Das Gewicht sollte den Gewässergrund immer schneller erreichen, als der auftreibende Gummiköder, der sich später in der Schwebephase befindet. Allerdings sind Gewichte aus Tungsten erheblich teurer, als normale Stahlgewichte.

Bullet Weights für das Carolina - und Texas  Rig  aus Stahl.

Die gesamte Texas Rig Montage wird am oberen Ende mit einem doppelten Schlaufenknoten versehen. Am Ende der Montage wird ein möglichst großer Offset-Haken eingebunden. Kleinere Offset-Haken haben den Nachteil, dass sehr viele Fehlbisse produziert werden, weil sich die Hakenspitze zu weit im vorderen Teil des Köders befindet.

links im Bild: Offset-Haken für Gewässer mit hoher Hängergefahr; rechts im Bild: mein persönlicher Favorit für das Drop Shot-, Carolina- und Texas Rig. Durch die leicht gebogene Hakenspitze fassen diese Einfachhaken sicher im Barschmaul.
Komme ich nun zu einer weiteren Besonderheit des Drop Shot Angelns  bei der Ködermontage am Offset-Haken. Es gibt im Fachhandel spezielle Plastikhilfen mit Öffnung, die einfach in den vorderen Kopfbereich des Gummis gesteckt werden. Anschließend können die Gummiköder auf einen Offset-Haken gezogen werden, wodurch ein Herunterrutschen des Köders vom Haken fast unmöglich wird.

Für Offset-Haken sehr empfehlenswerte Helfer, die das Problem des Köderverlustes oder Herunterrutschens von der Texas Rig bzw. Carolina Rig Montage verhindern können 

Texas Rig Montage im Einsatz
Und fertig ist die einsatzbereite, extrem zuverlässige Doppelmontage: Texas- & Carolina Rig ! 
Das Carolina Rig mit Texas Rig Gummistopper wird normalerweise so gefischt, dass der Abstand zwischen Stopper und Haken ungefähr 20 cm beträgt. Möchte man die Montage jedoch zu einem Texas Rig umbauen, braucht man lediglich den Gummistopper bis zum Haken zu ziehen. Wichtig dabei ist jedoch immer, dass man beim Bau der Texas Rig Montage ein längeres Stück Fluorcarbon verwendet, damit der gewünschte Effekt des Zusammenpralls zwischen Glasperle und Gewicht auch beim Texas Rig - Umbau erzielt wird. Die Texas Rig Führung gestaltet sich so, wie beim Carolina Rig. Entweder durch Jiggen über dem Grund oder durch weitere Techniken. Dabei gilt auch hier, dass die genaue Köderwahl und die Führung immer dem jeweiligen Gewässer angepasst werden müssen. Auch das richtige Gerät, die Wassertemperatur, die Jahreszeit und andere wichtige Faktoren müssen beachtet werden, wenn man erfolgreich mit dem Texas Rig Barsche fangen möchte. Nachlesen kann man diese entscheidenden Informationen im Angelratgeber für´s Drop Shot-, Carolina- und Texasrig.
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Viel Spaß & Petri Heil!



Besonders zwischen Totholz & Wasserpflanzen lassen sich immer wieder schöne Barsche mit der Texas - & Carolina Rig Montage überlisten


Du hast keine Ahnung vom Angeln oder kennst jemanden, der dringend Nachhilfe bräuchte?

Angeln für Ahnungslose: Einstieg ins Hobby

> Technik, Taktik, tolle Fänge – endlich Ahnung vom Angeln!
> Das kompakte moderne Praxisbuch für Einsteiger.
In diesem Buch erfahren moderne Angler alles, was sie für ihren perfekten Einstieg wissen müssen: Welche Ausrüstung brauche ich? Welche Angeltechniken gibt es und welche ist für mich die richtige? Wo auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken kann ich mich mit Gleichgesinnten austauschen? Welche Apps eignen sich für mich? Alle Themen werden leicht verständlich mit anschaulichen Fotos erläutert.



Du hast bereits Ahnung vom Angeln und möchtest dich methodisch weiterentwickeln?

Angeln für Aufsteiger: Geheimtipps der Profis

> Gezielt vernetzen: die besten Apps, Blogs und YouTube-Kanäle für Angler.
> Das moderne Praxisbuch für Fortgeschrittene.
Tobias Hoffmann bringt die Angler der Generation Facebook nun auf die Profispur – modern, aktuell und verlässlich: Mit welchen Methoden und Ködern fängt man Zielfische wie Karpfen, Schleien und Hechte? Was sind die Tricks der Experten für die besten Erfolge? Auf welchen Social-Media-Kanälen kann man sich mit Gleichgesinnten austauschen? Alle Themen werden leicht verständlich mit anschaulichen Fotos erläutert.