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Sonntag, 5. Juni 2022

Maifliegenzeit am Wiesenbach

Auf meinem YouTube-Kanal "FliegenfischenTV" gibt es ein neues Video über das Fliegenfischen mit der Trockenfliege auf steigende Bachforellen. Schaut gerne mal rein :)


Anfang Juni hatte ich es endlich mal wieder mit der Fliegenrute ans Wasser geschafft. Die Maifliegen schlüpften und die Forellen waren am Steigen. Ich konnte den Tag mit meinem iPhone 13 mini filmen. Auf eine Action Cam habe ich verzichtet, das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen. 

Anbei noch ein paar Impressionen vom Tag als kleine Fotoserie:








Sonntag, 25. Oktober 2020

Fliegenfischen mit Trockenfliege auf Äschen im Herbst



Ich verwende eine 270 cm lange Fliegenrute der Marke Hardy Zenith in der Aftma-Klasse #5 zum Fliegenfischen auf Äsche. An das sich verjüngende Vorfach mit dünner 0,14er Spitze aus Fluorcarbon kommt eine Caddis-Trockenfliege aus Rehhaar.



Das Vorfach sollte etwas über 350 cm lang sein und sich beim Präsentieren der Fliege möglichst gut abrollen lassen. Äschen tendieren dazu, die Fliege zu verschmähen, wenn sie unnatürlich schnell oder langsam abdriftet. Dieses sogenannte "Furchen" könnt ihr verhindern, indem ihr die Fliegenschnur entsprechend umlegt und den Strömungsdruck aus der Schnur nehmt.



Äschen stehen gerne inmitten der Strömung und nicht wie Forellen hinter Steinen. Deshalb sind sie leichte Beute für Kormorane. Aufgrund der stark dezimierten Bestände solltet ihr Äschen niemals mit trockenen Händen berühren und stets widerhakenlos fischen, sodass die Fische keine Verletzungen davontragen. Insbesondere in krautigen Flussabschnitten sind Äschen mitunter schwer zu fangen.



Ein neues Video zu diesem Thema ist jetzt auf "FliegenfischenTV" online. In dem Kurzfilm zeige ich euch einen kleinen Zusammenschnitt von meinem letzten Ausflug am Tieflandbach im Herbst. Ich war mit der Trockenfliege (Caddis) unterwegs, um Äschen zu fangen. Doch seht selbst, ob es geklappt hat :) 



Dienstag, 29. Oktober 2019

Faszination Karpfenangeln - Warum diese Angelart so einzigartig ist!

Jeder, der schon einmal auf Karpfen geangelt hat und dabei auch erfolgreich war, weiß, warum das Karpfenangeln so besonders ist. Die unglaubliche Kraft, das Beißverhalten und die Nähe zur Natur sind nur einige wenige Punkte, die diese Angelart auszeichnen. 
Es gibt wohl kaum ein schöneres Geräusch als jenes eines Bissanzeigers, der nicht mehr aufhört zu kreischen, bis man den Anschlag gesetzt hat. Danach beginnt ein Kampf mit einem kraftvollen Geschöpf, welches unterhalb der Wasseroberfläche seine Bahnen zieht. Man konzentriert sich nur noch auf das Knarren der Rolle und die Biegung der Rute. Trotz aller Anstrengungen kommt es nicht selten vor, dass man diesen Kampf verliert und der Fisch entkommt. Wenn man diesen Kampf jedoch gewinnt und einen kapitalen Karpfen über den Kescherrand führen kann, macht sich ein unbeschreibliches Gefühl breit. 
Dieses unbeschreibliche Gefühl alles richtig gemacht zu haben, angefangen bei der Platz- und Köderwahl über den Drill bis hin zum Keschern, machen das Karpfenangeln so besonders. 
Das Karpfenangeln ist aber sicherlich kein Kinderspiel. Wer bei dieser Angelart erfolgreich sein möchte, muss einiges an Ausdauer und Geduld mitbringen, sofern nicht an einem überbesetzten Teich geangelt wird. Oftmals dauert es mehrere Tage bis man den ein oder anderen Fisch überlisten kann und oftmals geht man auch leer aus.

Was man beachten sollte, um erfolgreich zu sein 

Beim Karpfenangeln sollte man einiges beachten, wenn man den ein oder anderen Fisch überlisten möchte. Die folgenden Punkte sind meiner Meinung nach die wichtigsten, die man beachten sollte, wenn man erfolgreich sein möchte.  

Gewässer
Ein wichtiger Punkt, der zwischen Erfolg und Misserfolg entscheidet, ist die Wahl des Gewässers. Um ein geeignetes Gewässer zu finden, in welchem ein nennenswerter Bestand an Karpfen vorhanden ist, sollte man sich vorab im Internet informieren oder bekannte Gewässer an einem Wochenende abfahren und mit Anglern vor Ort sprechen.

Stellenwahl
Nachdem man ein Gewässer gefunden hat, sollte man mit der Stellenwahl beginnen. Jedes Gewässer bietet in der Regel einige interessante Stellen - auch Hotspots genannt -, an denen sich Karpfen gerne aufhalten und fressen. Hotspots sind unter anderem folgende Orte: Krautfelder, Schilfkanten, Wasserabläufe, Wasserzuläufe, Verengungen, die die Fische passieren müssen, Seerosenfelder, versunkene Bäume, Kanten, Plateaus etc. 


Anfüttern
Nachdem ein Gewässer und einige interessante Stellen gefunden wurden, geht es nun darum, die Chancen auf Erfolg durch gezieltes Anfüttern zu erhöhen. Welche Futtermenge und Futterdauer bei dem jeweiligen Gewässer am besten ist, kann man pauschal nicht sagen. Hier ist es sinnvoll mit Anglern vor Ort zu sprechen oder selbst zu testen. 

Auswerfen
Zu guter Letzt ist auch noch das Auswerfen der Rute enorm wichtig. Wenn man hier falsch vorgeht, kann es passieren, dass sich die Montage verknotet und so der Karpfen nicht mehr gehakt werden kann. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, mit sogenannten PVA-Sticks zu arbeiten. Diese werden über das Vorfach gezogen und sorgen dafür, dass sich beim Auswerfen nichts verheddert. Alternativ zum Auswerfen kann die Montage natürlich auch vom Boot aus abgelegt werden. Diese Methode bietet die ideale Voraussetzung um Verwicklungen vorzubeugen.

Info: PVA ist ein Material, welches sich innerhalb von wenigen Minuten auflöst, sobald es mit Wasser in Berührung kommt. 


Köder, Montage & Rig

Köder
Der wohl bekannteste Köder zum Karpfenangeln ist der sogenannte Boilie. Boilies sind nichts anderes als gekochte oder gedünstete und anschließend getrocknete Teigkugeln. Die Hauptzutaten sind in der Regel verschiedene Fischmehle und Ei. Bolies gibt es in nahezu allen Geschmacksvarianten. Welche Sorte wo funktioniert, gilt es herauszufinden. Neben Boilies eignen sich auch noch Mais und Tigernüsse ideal, um Karpfen zu überlisten. Letzteres bekommt man in jedem professionellen Angelfachgeschäft.

Montage / Rig
Die wohl bekannteste und beliebteste Montage ist die sogenannte Inline Blei Montage. Bei der Inline Blei Montage handelt es sich um eine Festbleimontage. Das heißt, wenn der Karpfen den Köder einsaugt und versucht wegzuschwimmen, wird er durch das feste Blei selbstständig gehakt. Der Aufbau dieser Montage ist eigentlich relativ simple. Im ersten Schritt wird auf die Hauptschnur ein spezielles Inline Blei gezogen. Im zweiten Schritt wird ein Wirbel oder Karabinerwirbel an die Hauptschnur geknotet, an welchem später das Rig angebracht wird. Zu guter Letzt wird nur noch das Blei über den Wirbel geschoben und die Montage ist fertig.

Als Rig eignet sich am besten ein sogenanntes No-Knot Rig. Dieses Rig wird, wie der Name schon vermuten lässt, ohne einen Knoten gebunden und gehört zu den effektivsten Rigs überhaupt. Zudem bildet es die Grundlage für sämtliche weitere Karpfenrigs. Wie dieses Rig und weitere interessante Rigs gebunden werden, findest du unter folgendem Link: https://www.angelfabrik.de/karpfenangeln/karpfen-rigs/   

Fazit
Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel einen kleinen Einblick in die Welt des Karpfenangelns geben und würde mich freuen, wenn ich dich dazu überreden konnte, diese wundervolle Angelart einmal auszuprobieren. Weiters wünsche ich dir alles Gute weiterhin und ein dickes Petri Heil!



Der Gastbeitrag wurde verfasst von Mario Gutovnik. Er studiert Marketing & Electronic Business an der FH Oberösterreich, Campus Steyr. Neben dem Studium verbringt er sehr viel Zeit in der Natur, vor allem beim Angeln und Reisen. Gemeinsam mit seiner Partnerin betreibt er die Webseite https://www.angelfabrik.de/, bei der sich alles rund um das Thema Angeln dreht. 

Donnerstag, 25. April 2019

Brandungsangeln auf fette Küstendorsche in der Ostsee


Da Bilder die Stimmung oft besser einfangen, als Worte es jemals tun könnten, folgt nun ein kurzes Video zum Brandungsangeln an der Ostsee auf Dorsch.

Leider hatte es mit dem Fliegenfischen auf Meerforelle nicht sofort geklappt und so musste ich zur Brandungsrute greifen. Bei bestem Wetter konnte ich ein paar fette Küstendorsche mit Wattwürmern am Paternoster-System verhaften. Doch seht selbst!


Um die Atmosphäre noch besser einfangen zu können, folgen ein paar weitere Bilder vom Sonnenuntergang an der Ostseeküste und einer kleinen Rezeptempfehlung für frisches Dorsch-Filet. 

Hierzu einfach den Fisch filetieren, salzen, pfeffern, in Mehl wälzen und in Mazola-Keimöl anbraten. Anschließend mit Salat, frischem Dill, einer halben Zitrone und Schwarzbrot servieren. Und fertig ist das leckere Seefisch-Gericht :)




Dienstag, 13. Februar 2018

Angeln für Aufsteiger: Geheimtipps der Profis

Unser neues Angelbuch ist nun endlich erschienen (!)


Gestern wurde endlich die Druckausgabe vom neuen Angelbuch zugestellt. Ähnlich wie "Angeln für Ahnungslose" kommt das neue Buch wieder in einem festen Paperback daher, die Qualität ist also sehr solide und hochwertig.

Ob das Buch den Ansprüchen der Leserschaft gerecht wird, muss sich wohl erst noch zeigen. Cover und Bildmaterial gefallen mir persönlich sehr gut. Die Methoden der Nachwuchsprofis werden anschaulich dargestellt und abwechslungsreich mit Tipps, Kästen, Checklisten, Tabellen, Skizzen und Bildern erklärt. Layout und Design erinnern stark an mein erstes Verlagsbuch aus dem Hause KOSMOS.

Weil wir unsere Arbeit schlecht selbst beurteilen können, würden wir uns sehr über etwas Feedback von euch freuen. Für alle Unentschlossenen folgen nun ein paar Ausschnitte aus dem Druckexemplar: 

"Angeln für Aufsteiger: Geheimtipps der Profis"













Freitag, 24. März 2017

Redaktionsschluss & Coversuche: Neuigkeiten zum nächsten Angelbuch


Seit August 2016 befindet sich mein neues Angelbuch in Planung. Die Fortsetzung vom Titel "Angeln für Ahnungslose" wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 beim Kosmos-Verlag erscheinen. Bisher konnte ich die Materialsammlung vervollständigen und viele interessante Kooperationspartner für das Projekt gewinnen. In den kommenden Monaten werde ich mich neben Job und Studium um den Feinschliff kümmern, damit der Verlag das Manuskript problemlos in das Layout einfügen kann.

Es liegt also noch sehr viel Arbeit vor mir, aber die größte Hürde ist nun endlich geschafft. Viele Experten aus der deutsch-österreichischen Angelszene haben sich mit informativen Fachbeiträgen und Bildern am neuen Projekt beteiligt. Deshalb möchte ich mich schon jetzt recht herzlich bei allen Gastautoren, Hobbyfotografen und Angelexperten für die geleistete Arbeit bedanken. Ohne die Fülle an Expertenwissen hätte ich das Konzept niemals in dieser Form umsetzen können. Jetzt liegt es an mir, für harmonische Übergänge im Lesefluss zu sorgen und die Beiträge für den Buchhandel aufzubereiten. Denn leider ist der Projekt-Umfang auf 120.000 Zeichen begrenzt. Die vorläufige Fassung enthält jedoch weit über 200.000 Zeichen. Voraussichtlich werde ich also an meinen eigenen Passagen kürzen müssen, damit das Wissen der Profis mehr in den Vordergrund gerückt wird.

Folgende Partner werden einen festen Platz im Buch einnehmen: 
  • AngelnAllround: Barbenangeln & Method Feeder auf Weißfisch
  • Angeln in Österreich: Störangeln am Zuchtteich
  • AnglerProfis78: Brandungsangeln auf Dorsch & Plattfisch
  • Big L Fishing Channel: Zanderangeln mit Gummifisch
  • CarpTeamNorth: Grundangeln auf kapitale Großkarpfen
  • Endmin: Oberflächenangeln auf Karpfen & mit Köderfisch auf Hecht 
  • FLYRUS: Fliegenfischen auf Hecht & Äsche
  • Hecht&Barsch: Spinnfischen auf Hecht & Barsch
  • JH Fishing: Spinnfischen auf Salmoniden im Fließgewässer
  • J&M Angeln: Praxisanleitung zum Graskarpfenangeln
  • SchleienSchreck: Stippangeln auf Weißfisch & Schleien
  • Spartan Fishing: Spinnfischen auf Dorsch, Köhler & Pollack
  • Streetfishing Hambug SFHH uvm.

Die bunte Mischung aus Angelguides, Bloggern und YouTubern wird garantiert für frischen Wind und viel Spannung sorgen. Ein derartiges Projekt hat es in dieser Form wohl noch nie gegeben. Es wird ein moderner Methodenratgeber inkl. Skizzen entstehen, der viele nützliche Montagen- und Praxisanleitungen für Anglerinnen und Angler aus allen Themenbereichen bereithält. Das Buch bündelt diverse Geheimtipps der Profis und bietet Anreize, die eigenen anglerischen Fähigkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dazu tragen wohl auch die unterschiedlichen Sichtweisen und geographischen Standorte der Nachwuchs-Profis bei. Nach meiner Auffassung verfügt ein solches Werk über einen besonderen Mehrwert für alle angelbegeisterten Leserinnen und Leser. Ein einzelner Angelbuch-Autor könnte die Informationsdichte aufgrund mangelnder Erfahrungen niemals im Alleingang niederschreiben. Erst durch die heterogene Mischung diverser Fachgebiete entsteht ein umfassendes Methodenspektrum, das interessierte Leserinnen und Leser nachhaltig zum Fisch führen wird!

Um dem fertigen Werk zukünftig einen angemessenen Rahmen zu verpassen, beginnt nun die Suche nach dem schönsten Cover. Für Interessenten wird ab heute die einmalige Gelegenheit bestehen, geeignete Cover-Entwürfe im Hochformat vorzulegen. Ein einzelnes Motiv muss übrigens ganze 6 Umschlagkonferenzen beim Verlag überstehen, bis es endgültig abgesegnet wird. Das letzte Cover steuerte Olivier Portrat bei, unter europäischen Angelkollegen wohl längst eine prominente Angel-Koryphäe ... 


Kleines Beispiel: Solche Cover-Aufnahmen hätten ausgezeichnete Chancen ;) 

Beim neuen Projekt wird die Suche nun erweitert: Hiermit gebe ich allen beteiligten Projektteilnehmern (und motivierten Interessenten bzw. Lesern) bis einschließlich 30.04.2017 die einzigartige Möglichkeit, mir einen geeigneten Cover-Entwurf (Originalaufnahme über 1 MB im Hochformat) zuzusenden. Wer an der Aktion teilnehmen möchte, darf mir gerne seine aktuelle Adresse mitschicken, für den späteren Belegversand. Im Falle einer Veröffentlichung des Covers bekommt der rechtmäßige Cover-Fotograf eine besondere Überraschung von mir zugeschickt. Alle eingereichten Entwürfe, die für ein Buchcover geeignet sind, werden anschließend unter namentlicher Erwähnung des Fotografen dem Verlag vorgelegt. Mit etwas Glück erscheint also euer Gesicht / euer Fisch / euer Stimmungsbild auf dem vorderen Buchdeckel im Frühjahr 2018. Voraussetzung dafür ist nur, dass ihr einer Veröffentlichung zustimmt und alle Rechte am Bild besitzt! Ansonsten gilt ab jetzt Redaktionsschluss. Ich kann leider keine weiteren Bilder und Gastbeiträge mehr annehmen, da sich mit jeder zusätzlichen Datei das gesamte Abbildungsverzeichnis verschieben würde, wodurch die Verlags-Deadline nicht mehr zu halten wäre. Außerdem wurde der Projektumfang bereits weit übertroffen!

Noch Fragen? Details zum weiteren Ablauf der Cover-Findung beantworte ich gerne über Facebook. Bitte schreibt mir dazu eine kurze PN! 

P.S.: Motivierte Interessenten, die sich ebenfalls an der Cover-Findung beteiligen möchten, können sich gerne per Mail über Facebook oder Kontaktformular an mich wenden.

Sonntag, 14. Februar 2016

Zander angeln mit der Faulenzermethode - Teil 2

Zander am Gummifisch mit Bleikopf

Im ersten Teil der Zanderangeln - Reihe habt ihr erfahren, dass ihr bei einem neuen Gewässer auf den Rat älterer Angelkollegen hören solltet. Nun möchte ich euch erklären, mit welcher Technik ihr die Zander aus der Reserve locken könnt.

Zander mögen passiv geführte Gummiköder
Kleine Baby-Zander können manchmal echt zur Plage werden.

Bei der sogenannten Faulenzer-Methode führt ihr den Gummiköder am Bleikopf langsam über den Gewässergrund. Kurze Kurbelumdrehungen solltet ihr abrupt abstoppen, damit der Köder sich am Gewässergrund ablegen kann. Im Idealfall steht der Bleikopf am Grund, während der Gummi in Richtung Wasseroberfläche ragt. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass Zander und Großbarsche gerne solche Happen vom Gewässergrund aufsammeln. Mit kurzen Kurbelumdrehungen verleiht ihr dem Köder die nötige Bewegung. Es sollte so aussehen, als ob ein verletzter Beutefisch immer wieder nach oben schwimmen will, aufgrund seiner Verletzung aber wieder zum Gewässergrund taumelt. Kapitale Räuber bevorzugen diese passive Köderführung, weil es ihnen aus biologischer Sicht einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Artgenossen bietet. Kleine Barsche, Hechte und Zander jagen überwiegend im Freiwasser und verbrauchen viel Energie. Außerdem steigt das Risiko, dass sie sich bei ihren Jagdzügen verletzen. Passive Räuber werden hingegen steinalt, weil sie nur Nahrung aufsammeln, die nahezu leblos am Gewässergrund taumeln. Das vermindert Energieverbrauch und Verletzungsgefahr, erhöht gleichzeitig aber auch die Überlebenswahrscheinlichkeit.

Zanderangler fischen oft im Trüben
War zwar nicht der Zielfisch beim Zanderangeln - aber wer freut sich nicht über einen schönen Hecht?

Wenn die Bedingungen stimmen, geht es oft Schlag auf Schlag. Bei meinem Havel-Besuch konnte ich fünf Zander überlisten. Ein Hecht ist ebenfalls noch eingestiegen. Euphorisiert von dem "Tock", einem typischen Schlag im Ratenschaft, wenn Zander anbeißen, hatte ich es zwei Tage später erneut probiert. Und wie ihr euch sicher vorstellen könnt, sah es da schon wieder ganz anders aus. Oft sind es die ersten Würfe, die euch zeigen, ob der Angeltag Erfolg verspricht. Befördert den Gummi an die Fahrrinnenkante und lasst ihn absinken! Haltet Spannung und erfühlt den Gewässeruntergrund! Leichte Ruten und hochwertige Rollen ermöglichen euch eine lange und schmerzfreie Fischerei, die mehrere Stunden gehen kann. Wenn dann endlich ein Zander anklopft, solltet ihr unverzüglich anschlagen. Entweder der Haken sitzt und ihr bekommt einen schönen Drill oder der Anhieb geht ins Leere. Falls ihr das Gewässer noch nicht so gut kennt, wird es auch passieren, dass ihr ab und zu ein Klopfen verspürt, anschlagt und die Schnur plötzlich auf Spannung ist. Hänger sind an der Tagesordnung. Ein osteuropäischer Angelkollege, der täglich an der Havel fischt, kennt darauf nur eine Antwort: 

"Wir müssen die Wirtschaft ankurbeln!"

Gummifischkleber repariert zerbissene Köder.



Also plant ruhig ein paar mehr Bleiköpfe unterschiedlichster Gewichtsklassen ein. Besorgt euch stintähnliche Gummiköder und dann ab ans Wasser mit euch! Viel Erfolg beim Zander angeln!       

Sonntag, 7. Februar 2016

Angeln in Berlin - Streetfishing mit der Drop Shot Montage

Angeln in Berlin - Auch Streetfishing in der Großstadt kann entspannend sein. 

Seit Oktober 2014 wohne ich nun schon in Berlin. Allerhöchste Zeit, um meine ersten Erfahrungen als Hauptstadtangler im Bereich Streetfishing niederzuschreiben. Angeln in Berlin ist durchaus effektiv, vorausgesetzt ihr beachtet einige Hinweise! 

Angeln in Berlin mit der Drop Shot Montage
Angeln in Berlin - Streetfishing geht im Winter leider nur mit Wurm. 

Im folgenden Artikel soll es um eine Fischart gehen, die es mir besonders angetan hat. Barsche lieben den steinigen Untergrund der Spree. Auch Zander tummeln sich im trüben Hauptstadtwasser. Für den Fall, dass ihr mit Kunstköder in Berlin angelt, solltet ihr unbedingt auf das Wetter achten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ziemlich viel Dreck in der Spree nach einem ausgiebigen Regenguss herum schwimmt. In solchen Phasen treiben Müllberge an der Wasseroberfläche und machen das Fischen unmöglich. Auch unterhalb der Wasseroberfläche treibt so viel Abfall, dass kein Fisch euren Kunstköder erkennen würde!


Angeln in Berlin - Der Nordhafen eignet sich auch im Winter zum Streetfishing.


Im Hochsommer konnte ich an einigen Stellen des Spandauer Schifffahrtkanals (SSK) tagsüber gute Barsche fangen. Das Angeln in Berlin gestaltete sich mit der Drop Shot Montage als besonders ertragreich. Zwischen Juli und August fing ich an den heißesten Tagenn Häfen und Brücken bis zu 50 Barsche an Häfen und Brücken. Leider ließen die Durchschnittsgrößen etwas zu wünschen übrig. Aber es war dennoch ein gutes Gefühl, zu wissen, dass ich in 10 Minuten mit dem Fahrrad am Wasser sein konnte. Und das alles mitten in Berlin. Angeln in Berlin ist offenbar nicht ganz so beliebt. Eine Studie des IGB hat vor kurzem gezeigt, dass die Zahlen der aktiven Anglerinnen und Angler in der Hauptstadt immer weiter zurückgehen. Das ist einerseits schade, weil die meisten Menschen dadurch viel in ihrem Leben verpassen. Andererseits sinkt dadurch der Befischungsdruck und die Bestände können sich etwas erholen. Die besten Stellen, die ich im Hochsommer erkundet habe, waren fast immer frei. Nur selten sah ich Angler am Wasser sitzen.

Drop Shot Montage Anleitung
Angeln in Berlin - Ein durchschnittlicher Barsch hängt sicher an der Drop Shot Montage.

Das Angeln in Berlin bereitet mir besonders mit der Drop Shot Montage viel Freude. Im Hochsommer sind die Barsche sehr aggressiv, was vermutlich auf die Medikamentenrückstände (Hormone) eines großen Pharmakonzerns zurückzuführen ist, der seine Labore in der Nähe betreibt. Aromatisierte Gummiköder mit Schaufelschwanz sind besonders effektiv. Mit einem 7 Gramm Drop Shot Blei lassen sich die Köder gut durch die Strömung manövrieren. Die Bisse kommen oft Schlag auf Schlag. Es gibt im Hochsommer aber auch Phasen, an denen das Angeln in Berlin nicht funktioniert. Sobald die Flauten abgeklungen sind, sieht man die Räuber aber wieder umherjagen. Dann ziehen auch die Rapfen umher. Wenn es draußen richtig heiß ist, kocht das Wasser überall dort, wo Jungfische unterwegs sind.

Wenn ihr wissen wollt, wie man die Drop Shot Montage richtig führt und welche Köder euch zum Erfolg führen, empfehle ich den Ratgeber Drop Shot auf Barsch.

Samstag, 30. Januar 2016

Angeltricks für die Faulenzermethode - Barsch & Zander

Dietmar Isaiasch trinkt keine Cola - er hängt nur seine Bleiköpfe darin ein!

Die Faulenzermethode auf Zander bringt viele Vorteile mit sich. Durch den passiven Führungsstil verleitet ihr die Zander zuverlässig zum Anbiss. Nun möchte ich euch zeigen, was ihr beim Fang großer Zander und Barsche beachten solltet. Außerdem soll es in diesem Beitrag um eine Vermutung gehen, die ich seit einem Vortrag von Dietmar Isaiasch aufgestellt habe!

Mögen kapitale Barsche und Zander kein glitzerndes Blei?
Vortrag von Dietmar auf der AngelWelt 2015

Warum die kapitalen Räuber keine glitzernden Bleiköpfe oder Drop Shot Bleie mögen und die kleineren Artgenossen darauf abfahren, lässt sich schwer beurteilen. Vermutlich führt die matte Korrosionsschicht zu einer Art Unbedenklichkeitswahrnehmung bei den Fischen. Fakt ist jedoch, dass die großen Räuber kein funkelndes Blei mögen. Als ich im November 2015 auf der AngelWelt in Berlin war, hörte ich mir einen Vortrag von Dietmar Isaiasch an. Interessant war die These, dass kapitale Fische das Blinken nicht mögen. Dabei war es doch genau dieser zusätzliche Reiz, der in vielen Glitzermaterialien und Blechködern eine zusätzliche Rolle spielen sollte? Was ist schon ein Blinker ohne typisches Blinken?

Matte Drop Shot Montage passiv führen!
Bleiköpfe vor dem Säurebad

Beim Streamerfischen und Blinkern bissen die Barsche besonders häufig, wenn ich viel Glitzermaterial verbaut hatte. Liegt es also wirklich am Glitzereffekt? Man könnte auch vermuten, dass die  kapitalen Fische irgendwie wittern, dass Blei toxisch wirkt. Besonders die älteren Räuber nutzen diese Überlebensstrategien. Unterzieht man den Bleiköpfen einem Säurebad mit Cola, bildet sich eine matte Korrosionsschicht. In Cola sind Phosphorsäure und Kohlensäure vorhanden, die mit Blei zu unlöslichem Bleiphosphat und Bleicarbonat reagieren. Dadurch gehen beim Fischen vermutlich weniger Blei-Ionen in Lösung, was auch unter der Wasseroberfläche für die Fische eine Rolle spielen dürfte. Denn besonders in weicherem Wasser werden permanent Blei-Ionen herausgelöst, auf die erfahrene Großfische sensibel reagieren könnten. 

ACHTUNG: Nicht die Hakenspitze in das Säurebad eintauchen, da sonst die chemische Schärfung angegriffen wird! Die Cola nach dem Bad entsorgen und mit reichlich Wasser nachspülen! Das Glas vor der Benutzung gut ausspülen, Bleiverbindungen sind krebserregend und toxisch! 

Brauchen wir in Zukunft neue Gewichte ohne Blei?
Bleiköpfe mit hohem Bleianteil korrodieren stärker. Fangen sie auch schlechter?

Diese Vermutung könnte die Angelindustrie grundlegend verändern. Wenn Fische dazu in der Lage sind, metallisches Blei durch ihre Sinnesorgane zu wittern, müssten zukünftige Gewichte aus einem vergleichbaren Metall bzw. einer vergleichbaren Legierung gefertigt werden, die weniger toxisch für Lebewesen ist. Hier wären Materialien wie Tungsten interessant, die eine ähnliche oder höhere Dichte besitzen, ebenfalls günstig sind und sich flexibel verbiegen lassen. Oder spezielle Behandlungen wie Säurebäder oder Lackierungen nach dem Ausgießen der Bleie, die einen direkten Wasserkontakt verhindern. Ohnehin haben die Bleikonzentrationen in unseren Gewässern durch die Kohleförderung ein Level erreicht, das zunehmend besorgniserregend erscheint. Am Ende landet das Blei zusammen mit Quecksilber und Mikroplastik nämlich auch auf unseren Tellern, wenn wir beispielsweise einen Zander aus Donau oder Rhein verzehren. Durch die Nahrungskette gelangt das giftige Metall langsam in unseren Körper und reichert sich an. Guten Appetit! 

Donnerstag, 28. Januar 2016

Schneidertag beim Angeln



Es gibt diese Tage im Jahr, da wünscht Man(n) sich, Man(n) hätte nie mit dem Angeln angefangen. Ein Schneidertag ist ein unglaublich frustrierender Angeltag, weil kein einziger Flossenträger anbeißt. Manchmal läuft alles schief und die Nerven liegen blank. Im folgenden Artikel möchte ich euch meinen bisher schlechtesten Schneidertag beim Angeln vorstellen.

Ende des Jahres 2015 erlebte ich einen Angeltag, der so unfassbar schlecht war, dass ich mich sogar etwas schäme, darüber zu schreiben. Es ging zum Zanderangeln an die Havel. Hastig baute ich meine Rute zusammen, an die mein absoluter TOP-Köder montiert war. In liebevoller Handarbeit hatte ich den limitierten Gummiköder am Abend zuvor mit Gummifischkleber von den vielen Zanderbiss-Spuren repariert. Er war total zerfetzt und gehörte zu jenen Ködern, auf die ich schon richtig gute Fische fing. Auf das Ergebnis meiner Bastelarbeit war ich sehr stolz, bis ich zum ersten Wurf ansetzte. Nach wenigen Kurbelumdrehungen folgte der erste Hänger des Tages. Es musste schließlich so kommen ... 

Erster Wurf - erster Hänger - erster Köderverlust! 

Kann man verkraften, wenn ausreichend Tackle am Start ist. Neues Vorfach gebunden und frischen Köder montiert. Tatsächlich konnte ich einige Würfe unbeschwert über die Steinpackungen manövrieren, bis der nächste Hänger folgte. Leine gekappt, wieder neue Montage gebunden. 

Nach drei missglückten Knotenverbindungen hatte ich bei Starkwind und Nieselregen endlich eine sichere Verbindung zwischen Hauptschnur und Vorfach hergestellt. Und was passiert dann? 

Ich lehne die Rute kurz an meine Angeltasche, ein Windstoß kommt und sie kippt um. Die Quantum Smoke, eine sehr gute und sehr teure Spinnrolle landet im feinen Ufersand. Hektisch versuche ich den Sand vom Rollengehäuse zu befreien. Glück gehabt, Sturz mit nur zwei kleinen Kratzern knapp überstanden. Immerhin kein Sand im Getriebe!

Sand etwas auspusten und fertig. Ich will endlich wieder auswerfen und konzentriere mich auf die Köderführung. Aber was wäre ein perfekter Schneidertag ohne passendes Publikum? 

Ich bin vielleicht zehn Minuten am Wasser, schon kommen die ersten Angler und belagern dreist meine Stelle. Ich frage erst gar nicht, warum sie ausgerechnet auf meinen Spot werfen ... 

Ein kleiner Junge möchte mit seinem Vater auf Quappen ansitzen. Offenbar bin ich ihm im Weg und störe sein geplantes Angelerlebnis. Der Junge steht so dicht hinter mir, dass ich kaum auswerfen kann, ohne ihn dabei zu haken. Er hat gewonnen, ich wünsche dem Vater und der kleinen Angelbrut noch einen angenehmen Angeltag und ziehe weiter zum nächsten Spot. Ein paar Würfe später der nächste Hänger. Na immerhin kein Abriss. Mein Lieblingsköder ist noch dran! Langsam wird es schummrig. Die Zander wollen einfach nicht beißen. Vielleicht sind sie weiter gezogen, hinein in die Seen?

Ich weiß es nicht und für heute will ich es auch gar nicht mehr wissen. Ein letzter Wurf noch, dann ist Schluss. Verdammt, immer dieser EINE letzte Wurf. Okay, EINER noch, dann ist aber wirklich Schluss. 

Beim allerallerallerletzten Wurf wickelt sich die geflochtene Schnur unnatürlich von der Rolle. Ich ziehe die gelbe Stroft von der Spule, in stiller Hoffnung, dass bald die verknotete Stelle kommen würde. Aber sie kommt einfach nicht! Warum auch? Ist ja schließlich ein beschissener Schneidertag ...

Einige Wicklungen später ist es endlich geschafft. Doch dieses hübsche Schnürknäuel bekomme ich einfach nicht entwunden. Egal, zum Abschluss eines solchen Schneidertages gehört wohl etwas Schnurverlust. Ich kappe die Leine und gehe zurück zum Auto. 


Ich öffne den Kofferraum und ich ziehe stolz meine dreiteilige Garbolino City Spin auseinander. Jedes Mal bin ich froh, dass ich mir dieses seltene, französische Einzelstück über Umwege beim Fachhändler besorgt habe. Durch die Aussparung am Griff ist die Rute nicht nur ultraleicht, ich spüre auch den feinsten Zupfer. Bevor ich die Rute im Kofferraum verstaue, muss ich das letzte Spitzenteil lösen. 

Merkwürdig, klemmt heute irgendwie. Mit Gewalt sollte man eigentlich nicht an die Sache rangehen. Egal, der Tag war mies und meine Hände sind arschkalt. Ich habe kaum noch Gefühl in meinen Fingerspitzen, es fühlt sich so an, als würden sie gleich absterben. Wenn sich dieses beschissene Spitzenteil nicht sofort löst, drehe ich durch. Eine falsche Bewegung und knack ... 

Der abgebrochene Spitzenring baumelt auf dem Rest meiner Schnur herum. Enttäuscht schieße ich ein abschließendes Erinnerungsbild an den schlechtesten Angeltag meines Lebens und fahre nach Hause ...


Der schlechteste Schneidertag des Jahres hat sich zu einer nervlichen Herausforderung entwickelt. Okay, jetzt steht´s 5:0 für die Fische. Aber ich komme trotzdem wieder. Und dann hole ich zurück, was mir zusteht!

Kommen dir solche Tage ebenfalls bekannt vor? Dann solltest du vielleicht mal einen Blick HIER rauf werfen! ;) 

Donnerstag, 21. Januar 2016

Auf Zander angeln mit Gummifisch am Bleikopf in der Havel - Teil 1

Wunderschöne Zander fangen in der Havel - hier auf steinigem Untergrund im Flachwasser.

In letzter Zeit bin ich häufiger in der Havel-Region unterwegs. Westlich von Berlin zählen viele Abschnitte der Havel als DAV-Gewässer. An der schnellen Havel konnte ich schon einige Barsche überlisten. Viel interessanter ist jedoch der schiffbare Teil. Suchen muss man nur die vielen Brücken und Hafenanlagen. Ist der Untergrund steinig, fühlen sich auch die Zander wohl. Doch was muss man beachten, möchte man erfolgreich in der Havel auf Zander angeln?

Auf Zander angeln mit Gummifisch am Bleikopf 
Zanderangeln mit Gummifisch macht süchtig.

Anfangs erschien mir der Fluss wie ausgestorben. Da ich mein bisheriges Leben überwiegend im östlichen Speckgürtel von Berlin gefischt habe, waren Zander eher selten. Es gab zwar ein paar gute Angelstellen in Köpenick, Rahnsdorf und Erkner. Doch überwiegend waren in diesen Kanalsystemen Barsche unterschiedlichster Größe anzutreffen. Nach meinem Umzug in die Hauptstadt tastete ich mich langsam an neue Gewässer heran. Hier ist auch der Spandauer Schifffahrtskanal rund um den Westhafen zu nennen, wo ebenfalls gute Barschbestände vorkommen. Doch Zander gehörten nach wie vor eher zu einer Rarität.

Erfahrene Zanderangler helfen euch weiter!
Die optimalen Köder zum Zanderangeln: Action- und No-Action-Shads im Vergleich

Wenn ihr in einem neuen Gewässer das erste Mal auf Zander angeln wollt, solltet ihr den Kontakt zu erfahrenen Anglern suchen. Oft sind es die älteren Herrschaften, die gute Gewässerkenntnisse vorzuweisen haben. Wenn ihr aufgeschlossen seid und freundlich bleibt, bekommt ihr vielleicht den heiß ersehnten Tipp zur nächsten Angelstelle, wo ihr Zander fangen könnt. So war es auch, als ich an der Havel einem älteren Herren begegnet bin, der mir ein paar gute Zanderstellen genannt hat. Anstatt müde darüber zu lächeln, habe ich mir passendes Tackle zusammengestellt und den Spot intensiv gefischt. Wie bin ich dabei vorgegangen? 

Passiv geführte Gummifische beim Zanderangeln
Kleiner Zetti hängt am Gummi.

Wer meinen Bericht zum Forschungsangeln auf Barsch gelesen hat, der weiß, dass sich meine Vorliebe für Finesse Rigs so langsam wieder auflöst. Der Grund ist nicht, dass ich nichts mehr damit fange. Ganz im Gegenteil. Die Quantität könnte nicht besser sein. Ich habe nur den Eindruck, dass die kapitaleren Fische einfach lieber einen Gummifisch mit Bleikopf vom Gewässergrund aufsaugen. Nach wie vor werde ich meine Drop Shot Montage herausholen, wann immer Barsche in der Nähe sind. Aber beim Zanderangeln ist ein 10 cm Stint am Bleikopf einfach unschlagbar. Wie genau ich ihn führe und wo der Köder landen muss, um die Zander zu reizen, erfahrt ihr im zweiten Teil dieser Angelblog-Reihe. Falls ihr nicht solange warten möchtet, solltet ihr einfach mal nach unten scrollen und euch überraschen lassen. 

Oder klickt HIER für mehr Angeltricks! Alternativ klappt es vielleicht auch mit der Drop Shot Montage auf Barsch und Zander!

Du hast keine Ahnung vom Angeln oder kennst jemanden, der dringend Nachhilfe bräuchte?

Angeln für Ahnungslose: Einstieg ins Hobby

> Technik, Taktik, tolle Fänge – endlich Ahnung vom Angeln!
> Das kompakte moderne Praxisbuch für Einsteiger.
In diesem Buch erfahren moderne Angler alles, was sie für ihren perfekten Einstieg wissen müssen: Welche Ausrüstung brauche ich? Welche Angeltechniken gibt es und welche ist für mich die richtige? Wo auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken kann ich mich mit Gleichgesinnten austauschen? Welche Apps eignen sich für mich? Alle Themen werden leicht verständlich mit anschaulichen Fotos erläutert.



Du hast bereits Ahnung vom Angeln und möchtest dich methodisch weiterentwickeln?

Angeln für Aufsteiger: Geheimtipps der Profis

> Gezielt vernetzen: die besten Apps, Blogs und YouTube-Kanäle für Angler.
> Das moderne Praxisbuch für Fortgeschrittene.
Tobias Hoffmann bringt die Angler der Generation Facebook nun auf die Profispur – modern, aktuell und verlässlich: Mit welchen Methoden und Ködern fängt man Zielfische wie Karpfen, Schleien und Hechte? Was sind die Tricks der Experten für die besten Erfolge? Auf welchen Social-Media-Kanälen kann man sich mit Gleichgesinnten austauschen? Alle Themen werden leicht verständlich mit anschaulichen Fotos erläutert.